Lebenselixier Wasser - Element des Lebens


Das Wasser ist das Element des Lebens.

Wasser ist die chemische  Verbindung von zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom und kann im wahrsten Sinne des Wortes als Element des Lebens bezeichnet werden. Unser blauer Planet Erde ist deswegen blau, weil unsere Weltmeere lediglich die Farbe blau im Farbspektrum reflektieren und alle anderen Farben absorbieren. In Wirklichkeit ist Wasser jedoch ein in der Regel durchsichtiger Stoff, der in drei Aggregatzuständen flüssig, fest und gasförmig vorkommt.

70 % der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt und 70 % unseres Körpers bestehen aus Wasser. Wir können ca. 40 Tage ohne Nahrung, aber nur 4 Tage ohne Wasser überleben.

Insgesamt hat die Erde Wasservorräte von 1.384.120.000 km³ Wasser, davon bestehen 97,39 % aus Salzwasser und lediglich 2,61 % aus Süßwasser. Dieses Süßwasser ist größtenteils in Eisform gefroren, nur 0,6 % der Gesamtwassermenge stehen in Form von Grundwasser und Oberflächenwasser (Flüsse und Seen) unmittelbar zur Trinkwasserversorgung zur Verfügung. Salzwasser lässt sich theoretisch ebenfalls zu Trinkwasser umwandeln, dazu sind jedoch aufwendige technische Verfahren, wie Umkehrosmose oder Verdampfung, erforderlich. Diese Verfahren erzeugen zwar reines H2O (destilliertes Wasser), das Wasser ist jedoch auch von nützlichen Mineralien befreit und in der natürlichen Wasserstruktur zerstört. Diese Struktur muss dann durch mehr oder weniger aufwendige Verfahren rückkonstruiert werden, damit das Wasser wieder seine ursprüngliche Qualität  erlangt und die für uns so lebenswichtigen Funktionen übernehmen kann.


Viele Wissenschaftlicher glauben, dass erstes Leben auf unserem Planeten vor ca. vier Milliarden Jahren im so genannten Archaikum in unmittelbarer Nähe von heißen Thermalquellen, so genannten schwarzen Rauchern, tief unten am Meeresboden entstand. Ca. 1,5 Milliarden Erdenjahre hat sich organisches Leben ausschließlich im Wasser entwickelt, erst vor etwa 2,6 Milliarden Jahren, nachdem zum ersten Mal Sauerstoff in die Atmosphäre freigesetzt wurde, hat sich im Rahmen der Evolution auch Leben außerhalb des Wassers durchgesetzt.

Ohne Wasser gäbe es auch deshalb kein Leben, weil sich Wasser im Gegensatz zu den meisten anderen Molekülverbindungen unnormal verhält. Diese Anomalien entstehen dadurch, dass das Wassermolekül gewinkelt aufgebaut ist, die beiden Wasserstoffatome stehen mit einem Sauerstoffatom in einem Winkel von 105° zueinander. Durch diesen Dipolcharakter ziehen sich die Moleküle gegenseitig an und bilden Molekülklumpen, auch Haufen oder Cluster genannt. Eine der Anomalien, ohne die Leben auf der Erde nicht möglich wäre, ist die Temperatur beim Wechseln der Aggregatzustände, die Vergrößerung des Volumens beim Gefrieren und die größte Dichte des Wassers bei plus 4° Celsius. Durch diese Anomalie frieren Gewässer von oben nach unten, am Grund herrscht eine Temperatur von plus 4° und ermöglicht so das Überleben der Wasserbewohner.

Durch die im Vergleich zur anderen Flüssigkeiten hohe Wärmeleitfähigkeit und eine sehr hohe spezifische Wärmekapazität ist Wasser in der Lage, Wärme langsam aufzunehmen und langsam abzugeben. Durch diesen Effekt sorgen unsere Weltmeere für ein lebensfreundliches ausgeglichenes globales Klima. Die Verdunstungswärme spielt eine wichtige Rolle für den menschliche Organismus, weil beim Schwitzen durch die Verdunstung des austretenden Wassers auf der Haut ein kühlender Effekt eintritt.

Durch seine dipolaren Eigenschaften gilt Wasser als hervorragendes Lösungs- und Transportmittel und ist somit der tragende Faktor für den menschlichen Stoffwechsel. Ohne Wasser würden keine Nährstoffe die Zellen erreichen und könnten keine Giftstoffe aus den Zellen abtransportiert werden. Es gibt keine direkten Verbindungen zwischen den Kapilargefäßen und der einzelnen Zellen, der Nähr- und Giftstoffaustausch findet ausschließlich über das die Zellen umgebende Wasser statt.

Ein gesunder Mensch besteht zu ca. 70 % aus Wasser, schon ein geringer prozentualer Verlust führt zur Dehydration, und kann zu Beschwerden, Funktionsstörungen, bis hin zum Tod führen. Um Austrocknung zu vermeiden, sollte jeder Erwachsene täglich mindestens 30 Milliliter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Dieses Wasser sollte möglichst mineralarm und frei von Gift- und Schadstoffen sein.